Brummen

 

Es brummt. Gleichmäßig. Zu gleichmäßig. Ich wache auf und suche nach dem Grund. Laufe die Treppe runter, gehe in den Hof, in den Garten, schaue beim Nachbarn über den Zaun. Nichts. Doch das Brummen bleibt. Erst nach 10 Minuten kommt mir in den Sinn, dass das Brummen nur in meinem Kopf sitzt. Tinnitus.

 

Ich dachte, ich hätte es hinter mir. Die Folgen des Hörsturzes scheinen abgeheilt. Wohl doch nicht. Der Umzug scheint mich zu stressen, obwohl ich nichts spüre. Außer dieselbe Gleichgültigkeit, die mich schon seit Jahren begleitet, ist nichts in mir.

 

Ich setze mich an den Computer. Lese ein paar Meldungen, schaue ein paar Videos, spiele ein wenig Gitarre. Vor kurzem habe ich mir Nothing Else Matters beigebracht und dabei gelernt, dass mit dem diesem Gitarrenspiel kein Hit dabei rausgekommen wäre.

 

Ich fange einen kurzen Text an. Ich weiß, dass ihn kaum einer lesen wird. Es ist mir egal. Ich schreibe trotzdem ein paar Zeilen weiter, aber relativ schnell verliere ich die Lust.

 

Ich überlege ihn zu löschen, aber dann merke ich, dass das Brummen verschwunden ist. Vielleicht hat Schreiben geholfen. Oder alles ist Zufall. Wie auch immer.

 

Statt zu löschen, lade ich den Text auf meinen sogenannten Blog hoch. Den liest auch keiner.